Investitionen in Schule, Straßen, Sport und Bürgerpark
Ein Schwerpunkt der Sitzung war die geplante Verwendung von Mitteln aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes. Der Ausschuss stimmte mehrheitlich dafür, diese Mittel für vier wichtige Projekte in Wismar vorzusehen. Dazu gehören der Ersatzneubau der Ostsee-Schule mit einer Dreifeldsporthalle, die Deckschichtsanierung des Nordostzubringers, die Sanierung und Erweiterung der Funktionsgebäude des Kurt-Bürger-Stadions sowie die Umsetzung des Nutzungskonzeptes für den Bürgerpark. Der Beschluss wurde mit acht Ja-Stimmen bei einer Enthaltung gefasst.
Historisches Rathaus soll langfristig geschützt werden
Auch der denkmalgeschützte Rathauskeller war Thema der Sitzung. Die vorhandene Klima- und Lüftungstechnik ist technisch überaltert und kann das für die wertvollen mittelalterlichen Wand- und Deckenmalereien notwendige Raumklima nicht mehr dauerhaft gewährleisten. Der Ausschuss stimmte deshalb einstimmig der Einleitung eines europaweiten Vergabeverfahrens für die erforderlichen Planungsleistungen zu. Ziel ist ein nachhaltiges, energieeffizientes und zugleich denkmalgerechtes Klimatisierungskonzept. Dabei sollen auch ein langfristiges Monitoring sowie eine Übergangslösung während der Bauarbeiten berücksichtigt werden. Die Ergebnisse der Planung sollen dem Bau- und Sanierungsausschuss vor der Ausschreibung der eigentlichen Bauleistungen erneut vorgestellt werden.
Wärmeplanung als Grundlage für Wismars Zukunft
Ein weiterer wichtiger Punkt war die kommunale Wärmeplanung der Hansestadt Wismar. Der Ausschuss befasste sich mit dem Konzept und dem dazugehörigen Maßnahmenplan. Dabei ging es unter anderem um die Kosten der Wärmeplanung und ihrer Fortschreibung sowie um Informationsangebote für Bürgerinnen und Bürger.
Mit der Wärmeplanung soll die zukünftige Wärmeversorgung der Stadt strategisch vorbereitet werden. Dabei werden unter anderem die Entwicklung der Wärmenetze, energetische Standards bei neuen Bauvorhaben und die Abstimmung verschiedener Infrastrukturmaßnahmen betrachtet. Die Weiterentwicklung der Energienetze soll langfristig in die städtische Infrastrukturplanung integriert werden. Der Ausschuss stimmte dem Beschlussvorschlag mehrheitlich zu. Vorgesehen ist unter anderem, den Wärmeplan zu veröffentlichen, seine Ziele bei der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes zu berücksichtigen und die empfohlenen Maßnahmen weiterzuverfolgen.
Viele Themen aus dem Alltag der Stadt
Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ wurden außerdem verschiedene konkrete Anliegen aus dem Stadtgebiet angesprochen. Dazu gehörten unter anderem die Zufahrt zum Drewespark, die Wiederherstellung eines Radweges hinter dem Hagebaumarkt an der Lübschen Straße, die weitere Entwicklung des Bürgerparks sowie ein geplanter Unterstand am Bolzplatz in Wendorf. Beim Radweg wurde von der Verwaltung mitgeteilt, dass im Zuge des zweiten Bauabschnitts der Werftstraße auch der Bau eines Radweges vorgesehen ist. Für den Unterstand in Wendorf wurde gemeinsam mit Jugendlichen, der Wobau und der AWO bereits ein Standort favorisiert. Nun sollen Finanzierung und bauliche Umsetzung weiter vorbereitet werden.


