Bericht aus dem Eigenbetriebsausschuss vom 02.06.2026: Bewässerung, Straßenunterhaltung und Sanierung des Wallgartensammlers

Ein Schwerpunkt der Sitzung war das Bewässerungskonzept der Hansestadt Wismar. Dabei wurde insbesondere die Möglichkeit einer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei der Bewässerung von Bäumen thematisiert.

Der Ausschuss nahm die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Vereinbart wurde, dass Bürgerinnen und Bürger Bäume in ihrer unmittelbaren Umgebung während Trockenperioden bewässern können. Die Bäume bleiben dabei weiterhin in der Pflege des EVB. Eine formelle Baumpatenschaft wird hingegen nicht eingerichtet. Der EVB möchte über die Möglichkeit informieren und Fragen der Bürgerinnen und Bürger beantworten. Außerdem soll nach dem Vorbild der Rostocker Baumpatenfibel eine eigene Baumfibel für die Hansestadt Wismar erstellt werden. Diese soll nach Fertigstellung auch dem Ausschuss vorgestellt werden. 

Einstimmig beschlossen wurde die Einleitung und Ausgestaltung eines Vergabeverfahrens für Straßeninstandsetzungsarbeiten. Die Arbeiten sollen künftig über einen Kleinleistungsvertrag auf Abruf vergeben werden. Für den Zeitraum vom 1. August 2026 bis zum 31. Juli 2027 ist ein Gesamtauftragsvolumen von 180.000 Euro netto vorgesehen. Die einzelnen Arbeiten werden je nach Bedarf abgerufen und an ein Unternehmen mit dem wirtschaftlichsten Angebot vergeben. 

Ebenfalls einstimmig wurde die Ausschreibung der Planungsleistungen für die Sanierung des sogenannten Wallgartensammlers beschlossen. Dabei handelt es sich um eine rund 1.100 Meter lange Mischwasserleitung, die als Hauptvorflutleitung für den Stadtteil Wismar-Süd sowie Teile der Innenstadt dient. Die Sanierung soll sowohl im offenen Verfahren als auch abschnittsweise im grabenlosen Inlinerverfahren erfolgen. Dabei wird ein neuer Inliner in den bestehenden Kanal eingezogen. An einzelnen Schächten können dennoch Tiefbauarbeiten notwendig werden. Die Planungsleistungen sollen bis Anfang 2027 abgeschlossen sein, die bauliche Umsetzung ist für die Jahre 2027 bis 2028 vorgesehen. 

Auch ein Antrag zum Aufbau eines generationenübergreifenden Kooperationsmodells zwischen kommunalen Pflegeheimen, der städtischen Wohnungsgesellschaft, der Hochschule Wismar beziehungsweise dem Studierendenwerk sowie weiteren Partnern wurde behandelt.

Die Idee sieht vor, Studierenden und Auszubildenden vergünstigten Wohnraum oder einen Mietzuschuss anzubieten, wenn sie sich im Gegenzug zu regelmäßigen nachbarschaftlichen Unterstützungsleistungen für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen verpflichten. Dazu könnten beispielsweise Vorlesen, gemeinsame Spiele, Einkäufe oder Begleitungen bei Spaziergängen gehören. Pflegerische oder medizinische Tätigkeiten sollen ausdrücklich nicht Bestandteil des Modells sein. Der Antrag wurde von der einbringenden Fraktion für eine weitere Konkretisierung zurückgezogen. 

Zum Parkplatz auf dem HEVAG-Gelände informierte die Verwaltung anhand von Luftbildaufnahmen über bereits entsorgte und noch gelagerte Erde. Auf Nachfrage wurde bestätigt, dass alle Erdhaufen beprobt wurden.  Außerdem wurde die Frage behandelt, warum Kehrmaschinen in der Innenstadt teilweise bereits vor 7 Uhr eingesetzt werden dürfen. Hintergrund ist, dass die betreffenden Straßen, bis auf wenige Ausnahmen, als Mischgebiete gelten. 

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