Im Zentrum der Sitzung standen Themen wie Investitionsplanung, Digitalisierung der Verwaltung und städtische Infrastrukturprojekte.
Investitionsplanung 2026/2027: Übersicht und Prioritäten
Wie bereits im Fachausschuss zuvor, stellte Frau Bansemer auch im Verwaltungsausschuss die umfangreiche Prioritätenliste zur Investitionsplanung für den kommenden Doppelhaushalt 2026/2027 vor. Ziel ist es, angesichts begrenzter Ressourcen eine sinnvolle Reihenfolge bei geplanten Investitionen zu ermöglichen. Schwerpunkte für den Verwaltungsausschuss sind unter anderem:
- Neubau des Gebäudekomplexes für Berufsfeuerwehr und Ordnungsamt: Ein Großprojekt mit einem Volumen von über 41 Millionen Euro. Die neue Feuerwache und das Ordnungsamt sollen gemeinsam untergebracht werden und moderne, digitale sowie barrierefreie Standards erfüllen.
- Sanierung des Fischerturms: Wegen Setzungserscheinungen und Hochwassergefahr ist eine Verlagerung und Neuerrichtung des Turms auf einem sicheren Grundstück vorgesehen.
- Öffentliche WC-Anlage hinter der Markthalle: Als freiwillige Leistung zur Verbesserung der Infrastruktur soll eine moderne und barrierefreie Toilettenanlage entstehen.
Der Ausschuss hat die Prioritätenliste zur Kenntnis genommen. Änderungen sind bis zur Haushaltsverabschiedung im Dezember 2025 möglich.
Assistenzhundfreundliches Wismar: CDU-Initiative weiter offen
Ein Antrag der CDU-Fraktion zur Entwicklung eines assistenzhundfreundlichen Wismars wurde diskutiert. Der Ausschuss unterstützte die Idee grundsätzlich, gab der CDU aber mit auf den Weg, die Anforderungen und Rahmenbedingungen konkreter zu definieren. Erst dann könne die Stadtverwaltung sinnvoll unterstützen.
Neubau der Feuerwache/Ordnungsamt
Auf Antrag der SPD-Fraktion informierte die Verwaltung ausführlich zum aktuellen Planungsstand des Neubaus. Der neue Standort soll:
- eine moderne Fahrzeughalle für die Feuerwehr bieten,
- Räume für das Ordnungsamt mit Bürger-Service schaffen,
- Selbstabholbereiche für Dokumente integrieren,
- ein Sportgelände und einen Übungsturm umfassen,
- energieeffizient mit PV-Anlage und Wärmepumpe betrieben werden.
Ein Austausch mit Städten wie Göttingen und Rostock rundete den Planungsprozess ab, ein starkes Beispiel für gute kommunale Vorausschau.
Digitalisierung: Online-Dienste auf dem Vormarsch
Die Verwaltung berichtete außerdem zum aktuellen Stand bei der Einführung von Online-Diensten nach dem E-Government-Gesetz. Nach dem „Einer für alle“-Prinzip (EfA) arbeitet Mecklenburg-Vorpommern, mit Beteiligung Wismars, an digitalen Lösungen etwa im Bereich Bauen und Wohnen. Die Umsetzung schreitet kontinuierlich voran, viele Verwaltungsleistungen sind bereits online verfügbar.
