Bericht aus dem Wirtschaftsausschuss vom 12.05.2026: InnovationPort und Citymanagement im Fokus

Im Mittelpunkt des öffentlichen Teils stand die Vorstellung der Aufgaben und Angebote des InnovationPorts Wismar. Doreen Heydenbluth-Peters, Leiterin des InnovationPorts, gab den Ausschussmitgliedern einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Zentrums. Der InnovationPort ist eines von sechs Digitalen Informationszentren in Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Standorte befinden sich in Schwerin, Rostock, Stralsund, Greifswald und Neubrandenburg.

Der InnovationPort richtet sich unter anderem an gemeinwohlorientierte Unternehmen, Menschen mit digitalen Gründungsideen sowie an die Gesellschaft insgesamt. Angeboten werden beispielsweise fachspezifische Seminare, digitale Sprechstunden zu Themen wie IT-Sicherheit und digitale Medien, Workshops und Coachings. Die Angebote sind für die Nutzerinnen und Nutzer kostenfrei. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem die Optimierung und Digitalisierung von Geschäftsabläufen und Dienstleistungen sowie der Ausbau von Netzwerken.

Die Zahlen zeigen die Reichweite des Angebots: Im Jahr 2025 nahmen 3.104 Personen an insgesamt 90 Bildungsveranstaltungen teil. Zudem stellen sich monatlich etwa drei bis vier neue Interessierte beim InnovationPort vor. Die durchschnittliche Begleitung der Nutzerinnen und Nutzer liegt bei etwa sechs bis zwölf Monaten. Auch die langfristige Perspektive des Standorts war Thema. Die Finanzierung durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern ist derzeit bis zum 30. Juni 2028 zugesagt. Gefördert werden fünf Vollzeitäquivalente. Ziel ist es, den Standort in Wismar nachhaltig zu sichern. Am 1. Juli 2026 steht zudem das fünfjährige Bestehen des InnovationPorts an.

Sibylle Donath und Anne Nienkarken informierten über den aktuellen Stand des Citymanagements. Anne Nienkarken ist seit dem 1. März im Amt für Tourismus und Kultur tätig und fungiert dort als zentrale Ansprechpartnerin für Händler und Vereine. Bewährte Veranstaltungen wie die Osternestersuche, „Wismar blüht auf“, das Herbstevent und die lokale Messe „Made in Wismar“ sollen fortgeführt werden. Gleichzeitig sollen die Aufgaben des Citymanagements evaluiert und die Besucherfrequenz in der Innenstadt weiterhin erfasst werden. Auch ein regelmäßiges Monitoring der Innenstadthändler und Leerstände sowie wöchentliche Veranstaltungsübersichten gehören zu den vorgesehenen Aufgaben.

Darüber hinaus sollen regelmäßige fachspezifische Austauschrunden mit Händlern, Vereinen und weiteren Akteuren der Innenstadt eingeführt werden. Ziel ist es, den Austausch und die Zusammenarbeit innerhalb der Innenstadt weiter zu stärken.

Im Ausschuss wurde auch nach dem Feedback der Unternehmen zur Veranstaltung „Wismar blüht auf“ gefragt. Nach Angaben des Citymanagements hatten sich zunächst weniger Unternehmen angemeldet, am Veranstaltungstag kamen jedoch weitere Teilnehmende hinzu. Aus den Rückmeldungen der Unternehmen ging hervor, dass zwar viele Menschen in der Innenstadt unterwegs waren, diese jedoch nicht in gleichem Umfang die Geschäfte besuchten. Zudem wurde von Besucherinnen und Besuchern der Wunsch nach mehr Dekoration geäußert.

Für die weitere Arbeit wurde vereinbart, das Citymanagement in etwa sechs Monaten erneut ausführlich im Wirtschaftsausschuss zu thematisieren. Dabei soll auch das Feedback der Innenstadthändler zur bisherigen Arbeit einbezogen werden. Ergänzend wurde angeregt, über geplante Veranstaltungen für 2027 sowie über eine mögliche Anpassung der Sondernutzungssatzung zu informieren.

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