Am 14. Juli 2025 hat sich in Wismar erstmals die Steuerungsgruppe für das Projekt „Fairtrade-Stadt“ getroffen, ein wichtiger nächster Schritt auf dem Weg zur offiziellen Auszeichnung. Damit ist nun auch das zweite Kriterium für die Bewerbung erfüllt. Die Gruppe ist breit aufgestellt und repräsentiert die verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche, wie es die Kriterien von Fairtrade Deutschland vorsehen: Verwaltung, Politik, Kirche, Wirtschaft und Vereine sind alle vertreten.
Ziele und nächste Schritte
Zu Beginn wurde der aktuelle Stand erfasst. Besonders positiv: Das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium erfüllt bereits fast alle Kriterien für die Auszeichnung als „Fairtrade-Schule“, nur ein Punkt steht dort noch aus. Hier konnten durch den Austausch in der Steuerungsgruppe direkt Tipps zur Umsetzung gegeben werden, etwa zur Produktvielfalt oder Öffentlichkeitsarbeit.
Auch die kommunale Pressearbeit wurde angestoßen. Zwei Mitglieder der Gruppe haben sich bereit erklärt, sich um die Medienkommunikation zu kümmern. Vier Presseartikel sind laut Fairtrade-Kriterien mindestens nötig, der erste ist mit diesem Artikel bereits da.
Gastronomie und Einzelhandel im Fokus
Für den Sommer hat sich die Gruppe vorgenommen, gezielt auf Gastronomiebetriebe und Einzelhändler in Wismar zuzugehen und sie für eine Teilnahme am Fairtrade-Konzept zu gewinnen. Dabei geht es nicht darum, komplette Sortimente umzustellen, schon kleine Schritte zählen. Beispielsweise:
- Fairtrade-Kaffee oder Tee im Ausschank
- Kekse, Zucker oder andere Beilagen mit Fairtrade-Siegel
- einzelne Produkte aus fairem Handel im Regal oder Sortiment
- Fairtrade-Textilien, Bälle oder Geschenkartikel
Wichtig: Es müssen keine großen Mengen vorgehalten werden. Es reicht, wenn Fairtrade-Produkte verfügbar sind und nach Bedarf nachgekauft werden. Eine faire Teilnahme ist also mit geringem Aufwand möglich, sowohl finanziell als auch organisatorisch.
Langfristige Perspektive: Stadtführer & Sichtbarkeit
Ein weiteres Ziel ist die langfristige Sichtbarkeit des Engagements. Denkbar wäre zum Beispiel ein Fairtrade-Stadtführer, in dem sich teilnehmende Geschäfte, Cafés und Initiativen präsentieren können, idealerweise auch über die Tourismuszentrale zugänglich. Solch ein Format könnte nicht nur faire und nachhaltige Angebote sichtbar machen, sondern auch mit regionalen Produkten oder sozialen Konzepten ergänzt werden.
